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by ARTelier Hauswirth

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Volker Hauswirth

Volker Hauswirth

Vita Volker Hauswirth

 

Vita:

* 1965

 

– Ausbildung im Bereich Sondermaschinen – und Werkzeugbau Saxonia-Franke GmbH Göppingen
– Meisterprüfung undFortbildung bei Kunstschmiedmeister Peter Pechmann Quoren
– Grundlagenstudium an der Hochschule für Bildende Künste Dresden: Fachbereiche Anatomie, Architektur, Kunstgeschichte, Philosophie
– Ausbildung im Bereich Radiästhesie.

 

– Apprenticeship as locksmith
– Master’s certificate and training at master of artistic blacksmith Peter Pechmann Quoren
– Basic studies at the Academy of Fine Arts Dresden: Divisions anatomy, architecture , history of arts, philosophy
– Training in radiesthesia.

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– Teilnahme an internationalen Symposien in Deutschland, Tschechien.
– Durchführung verschiedener Kulturveranstaltungen: Theater, Konzerte und Kleinkunst auf dem eigenen Theaterboden, Atelierwerkstatt Gimmlitztal
– Durchführung und Teilnahme an jährlichen Pfingstsymposien, Atelierwerkstatt Gimmlitztal, Bildhauerei, Malerei, Fotografie im Rahmen eines deutsch-tschechischen Kulturaustausches
– Studienaufenthalt, Kyklatische Figuren, Malta
– Workshop Bildhauerei, Maltesischer Kalkstein, Freie Kunstschule Valetta, Malta
– Gemeinschaftsinstallation mit Holzbildhauermeister Jörg Steinhauer im Rahmen einer Kunstausstellung in Kooperation mit der Künstlergruppe Rolaus, Usti Nad Labem, Tschechien
– Bildhauersymposien: Relovice Tschechien – Turmalin Deutschland, Bleckede Deutschland – Relovice Tschechien – Eberswalde Deutschland – Burg Frauenstein Deutschland – Usti Nad Labem, Tschechien – Theater Olbernau
– Studienaufenthalt, The Wall, Malta
– Gründungsmitglied der Stiftung „The Malta Walls“
– Ausstellung Maltese Ladies, bei Iniala 5, Malta
– Gründung der Künstlergruppe „Brothers-in-arts“

 

Kunst im öffentlichen Raum:

– Silbermann Brunnen in Frauenstein
– Skulpturen Park Dresden Neustadt
– Parkanlage, Ustinad Labem
– Kunstwanderweg Stadt Bleckede
– Sandsteinrelief, Kirche Roemerstein-Zainingen
– Stahlplastik, Firma Rayher Laupheim

 

Fotografie und Veröffentlichung:

– Erwin Hartl – Mein biografisches Kochbuch
– Feste feiern im Schloss Heinsheim

 

– Participation in international symposia in Germany, Czech Republic .
– Implementation of various cultural events: theater, concerts and cabaret at his own theater, atelier workshop Gimmlitztal
– Implementation and participation in annual Pentecost symposia, Atelier Workshop Gimmlitztal , sculpture , painting, photography as part of a German-Czech cultural exchange
– study visit, cycladic figurines, Malta
-Workshop Sculpture, Maltese limestone.
– installation together with wood carver master Jörg Steinhauer as part of an art exhibition in cooperation with the artist group Rolaus , Usti Nad Labem , Czech Republic
– symposia of sculptors : Relovice Czech Republic – tourmaline Germany , Bleckede Germany – Relovice Czech Republic – Eberswalde Germany – Burg Frauenstein Germany – Usti Nad Labem , Czech Republic – theater Olbernau
– Study visit: The Wall, Malta
– founding member of foundation „The Malta Walls“
– Exhibition Maltese Ladies, at Iniala 5, Malta
– Founding of Artist group „Brothers-in-arts“

 

Art in public space, Germany:

– Silbermann fountain in Frauenstein
– Sculptures Park Dresden Neustadt
– Park, Ustinad Labem Tschek Republic
– Art hiking trail,  Bleckede
– Sandstone relief, church Roemerstein-Zainingen
– Steel sculpture, Rayher Laupheim

 

Photographs and publishings:

– Erwin Hartl – Mein biografisches Kochbuch (a biographic cookbook)
– Feste feiern im Schloss Heinsheim

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– Spielplatz-Gestaltung, Holz, Freiberg
– Künstlerische Leitung des internationalen Bildhauersymposiums mit 30 Künstlern aus 14 Nationen, Frauenstein, Deutschland
– Initiator und künstlerische Leitung des deutsch-tschechisches Jugendkunstsymposiums, Kulturjugendherberge Frauenstein
– Teilnahme am Seminar zur Spielraumgestaltung, Kulturinsel Einsiedel, Sachsen
– Ausstellung Fotografie, Billina, Tschechien, Kreissparkasse Metzingen
– „Performance am toten Baum“, Motorsäge, Tanz und Trommel, Dresden
– Kunstpreis , Fotografie, Stiftung für Kunst und Kultur, Kreissparkasse Freiberg
– Personalausstellungen und Initiierung von Ausstellungen, Galerie im Kulturbogen, Frauenstein
Bildhauersymposium, Holz,
– Durchführung und Anleitung von Kursen in künstlerischer Anatomie, Bildhauerei in Holz und Sandstein.

– Playground design, wood, Freiberg
– Artistic director of the International Sculpture Symposium with 30 artists from 14 nations, Frauenstein, Germany
– Initiator and artistic director of the German-Czech youth art symposium, culture Hostel Frauenstein
Participation in the seminar for playroom design, “Kulturinsel” Einsiedel, Saxony
– Exhibition Photography, Billina, Czech Republic, Kreissparkasse Metzingen
– “Performance at a dead tree “, chainsaw, dance and drum, Dresden
– Art Award, Photography, Foundation for Art and Culture, Kreissparkasse Freiberg
– Personal exhibitions and initiation of exhibitions, gallery im “Kulturbogen”, Frauenstein
– Sculpture Symposium, wood,
– Implementation and supervision of classes in artistic anatomy, sculptures in wood and sandstone.

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Berufserfahrung im Pädagogischen Bereich:

– Gruppenleiter in Werkstatt für Behinderte Menschen
– Durchführung von Jugendkunstkursen
– Projektunterricht im Rahmen des regulären Kunstunterricht, Internatsgymnasium Münsinger Schule für Schüler mit ADHS
– Kunstpädagogisch Wochenendworkshops für Kinder Jugendliche und Erwachsene
– Ausbildung meines Pferdes zum Therapiepferd, Verknüpfung Kunst und Pferd.
– Dozententätigkeit an der Bildungsakademie Tübingen der Handwerkskammer Reutlingen
– Workshop für Schüler an der „International Bavarian School“, München

Work experience in educational settings:

-team leader in a workshop for disabled people
Implementation of youth art classes
-projects in classes during regular art classes, boarding school Münsinger school for students with ADHD
-artistical educational workshops on weekends for children, teenagers and adults
-Training my horse to become a therapy horse, linking art and horse.
-Course instructor at the academy for education “Bildungsakademie” Tübingen of the chamber of crafts Reutlingen
– Workshop for students at the „International Bavarian School“, Munich

 

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Interview für die Kirchengemeinde Zainingen geführt von Pfarrer z.A. Elser

• Herr Hauswirth, sie haben ein Grundlagenstudium an der Hochschule für Bildende Künste in Dresden absolviert . Wann haben sie ihre „künstlerische Ader“ bzw. ihr Interesse für die Kunst entdeckt?
Das begann relativ zeitig. Mit 12 Jahren begann ich das Fotografieren und es war mein Ziel Fotograph zu werden. Hinzu kam, dass ich in der Schule einen sehr guten Werklehrer hatte, der mein Interesse für das Handwerk geweckt hat. Eine wichtige Rolle spielten dann die Schlosserlehre mit Nachfolgender Meisterprüfung und später der Einstieg in die Arbeit mit Menschen mit Behinderung in der Holzwerksatt. Geprägt hat mich die Zeit im Erzgebirge – der Hochburg der Holzgestaltung- und Schnitzkunst.

• Wenn sie es in einem Satz sagen müssten: Was bedeutet „Kunst“ für sie?
Kunst ist für mich die Auseinandersetzung auf der einen Seite mit sich selbst und auf der anderen Seite mit seiner Außenwelt. Kunst ist Dialog. Kunst damit immer auch ein Spiegel des Zeitgeistes. Kunst ist für mich göttlich. Die Wiege der Kunst liegt im Bau der großen Kathedralen. Gerade hier wird deutlich, dass Künstler zunächst Handwerker waren. Die Steinmetze bearbeiteten Steine, sahen aber plötzlich die Befähigung aus diesen Steinen mehr zu erschaffen. Es entstanden Skulpturen. Daran schlossen sich das Gespräch, die Reflektion und auch die Bewertung der Menschen über diese Arbeiten an. Die Kunst war geboren.

• Ihr Weg als Künstler hat sie nach Zainingen geführt. Aus dem mittelalterlichen Pfarrhaus ist ein Atelier und eine Kunstwerkstatt geworden. Wie kam es dazu?
Das war nicht geplant. Voraus ging ein nicht einfacher Prozess des Aufhörens, der auch mit Schicksalsschlägen verbunden war (u.a. im Zusammenhang mit dem Jahrhunderthochwasser). Die Suche nach einem neuen Ort begann. Aufmerksam auf das Gebäude in Zainingen wurde ich über das Internet. Ich fuhr hin und hatte den Eindruck: Das passt. Ich sah das Gebäude von 1650 war mir da aber noch nicht bewusst welche Magie es besitzt. Zainingen ist in der Reihe aller anderen Albgemeinden herausragend. Im Hinblick auf den Ort und auf die Menschen. Zainingen hat für mich eine südländische Note. Der Ort ist natürlich wichtiger Träger von Kreativität.

• Mit ihrer Kunst-Schmiede knüpfen sie an ein ur-altes Handwerk an, das in Zainingen über Jahrhunderte vertreten war. Was hat sie zu diesem Schritt bewogen?
Die Grundlage meines künstlerischen Schaffens ist das Handwerk des Schlossers. Damit verbindet sich die Faszination für die Schmiedekunst, anzuknüpfen an die Tradition der Schmiede und Schlosser die in Zainingen Ihre Wirkungsstätten hatten und haben ist natürlich eine besondere Ehre. Hier wird deutlich: Handwerk ist auch ein stückweit Meditation. Wenn ich über das, was ich tue nicht mehr nachdenken muss. Bspw. Bei der Führung des Schmiedehammer des glühenden Eisens bleibt keine Sekunde des Zögerns, es muss getan werden, es wird geformt . Da bleibt Raum für neue Gedanken und ein neuer kreativer Prozess kann entstehen.

• Heißt das: Zainingen und Kunst – das passt zusammen. Oder muss an der einen oder anderen Stelle auch Überzeugungsarbeit geleistet werden?
Ich erlebe hier viel positives, annehmendes Feedback und bekomme viele wertvolle Tipps Anregungen für meine Arbeit. Das ist wichtig, Grundlage für meine Arbeit ist der Dialog und die Kreativität.. Auf die Frage: „Was gibt au des…?“ fordere ich auf zu betrachten und bin dann immer wieder erfreut wie viel Kunstverständnis in JEDEM steckt. Kunst ist immer Überzeugungsarbeit egal ob in Paris Mailand oder Zoininga.
Als Nachbarn kann ich beobachten, dass viele Menschen in ihrer Werkstatt vorbeischauen und sich für ihre Arbeit interessieren. Welche Rolle spielt das in ihrem Schaffensprozess?
Die Menschen sind Teil meines künstlerischen Schaffens. Sie gehören dazu. Das war z.B. so bei den Gebotstafeln, die ich für die Kirche gemacht habe. Mindestens 15 Leute kamen vorbei und fragten mich, ob ich eine Sonnenuhr mache. Als der 16. Kam und fragte, ob das die 10 Gebote darstellen sollte, wusste ich, dass mein Kunstwerk so weit war, verstanden zu werden.

• Wie entsteht eigentlich ein Kunstwerk? Sagt man da: „Morgen fang ich damit an und nächste Woche ist es fertig.“ ?
Es ist immer ein Prozess. Der Impuls ist die Mutter des Schaffens. Dann zeichne ich es auf. Wie bei einem Chemiker oder Physiker. Mitten im Alltag hat er plötzlich die Formel vor Augen. Alles Weitere ist dann der zugelassene Wandel während der Arbeit. Oftmals fühle ich mich bei der Arbeit bspw. mit der Motorsäge von einer höheren Kraft gelenkt. Die Schnitte der Säge machen dann nur noch sichtbar, was eigentlich schon da ist. Viele Künstler scheitern dann daran, dass sie mit ihrem Schaffen nicht zufrieden sind. Bei mir ist es anders: Mit 99,9% meiner Kunstwerke bin ich zufrieden. Das beinhaltet auch, dass man sich von einem Mentor oder einem großen Vorbild löst.

(Herr Elser:  “wunderbarer kann man es nicht sagen… das Loslösen von Pfaden…”)

• Haben sie als Künstler Vorbilder oder Menschen, die sie besonders in ihrer Arbeit prägen oder geprägt haben?
Geprägt hat mich mein Freund und Mentor J. Steinhauer Bildhauermeister und Schreinermeister der „Oberammergauer Schule“. Er hat mit mir vor allem mit Holz gearbeitet und mich auch immer wieder scharf kritisiert.

Immer wieder bekam ich für mein Arbeiten wichtige Impulse, so z.B. von einem Senior der Theaterfotografie dem Kunstschmiedemeister P.Pechmann aus der Schule von Fritz Kühn. Solche Begegnungen haben mich weitergebracht und sie sind mich Vorsehung bzw. schlicht und einfach vorherbestimmt. Prägend ist aber auch bspw. mein Wohnhaus: Hinter dem Haus der Tod (Friedhof). Vor dem Haus das Leben(Platz unter der Linde). Neben meinem Haus die Kirche (der Draht nach oben). Hier erlebe ich die Freude von Hochzeiten und die Trauer bei Beerdigungen hautnah mit. Das bewegt mich. Und fordert auf “Carpe Diem … Pflücke den Tag und das Jetzt”… weil’s Morgen zu spät sein kann.

• Haben sie als Künstler einen Traum oder ein Projekt, dass sie irgendwann einmal noch gerne verwirklichen würden?
Ja (lacht)! Eine 25 Meter hohe Skulptur aus Corten-Stahl im Schießplatz. Sozusagen auf Augenhöhe mit den Aussichtstürmen. Ein Stahlwächter, der auf dieses schöne Stücklein Land aufpasst und der den Menschen sagt: „Lasst es so, wie es ist!“

Quelle “Kirchengemeinde Zainingen Pfarrer z.A. Elser”